13.02.2018

Presseinformation: Amnestieregelung für unregistrierte Waffen und Verschärfung der Aufbewahrungsvorschriften bei privatem Waffenbesitz

Presseinformation

Amnestieregelung für unregistrierte Waffen und Verschärfung der Aufbewahrungsvorschriften bei privatem Waffenbesitz

Am 06.07.2017 ist die vom Bundestag beschlossene Änderung des Waffengesetzes in Kraft getreten. Der private Waffenbesitzer ist davon in erster Linie im Hinblick auf eine Amnestieregelung für illegal besessene Waffen und die Verschärfung der Sicherheitsanforderungen an die private Waffenaufbewahrung betroffen.

Amnestieregelung

Seit Inkrafttreten des geänderten Waffengesetzes können illegal besessene Waffen und Munition bis zum Stichtag am 01.07.2018 abgegeben werden, ohne dass strafrechtliche Konsequenzen drohen.

Bürgerinnen und Bürger, die – aus welchen Gründen auch immer – illegal Waffen oder Munition besitzen, haben damit die Möglichkeit, diese straffrei bei der Waffenbehörde oder der örtlichen Polizeidienststelle abzugeben. Von dieser Amnestieregelung sind neben illegalen Schusswaffen auch verbotene Gegenstände wie Schlagringe, Einhandmesser oder Elektro-Impulsgeräte ohne amtliches Prüfzeichen erfasst. Bei den annehmenden Behörden werden dafür keine Gebühren erhoben.

Bei Übergabe der Gegenstände ist sicher zu stellen, dass Schusswaffen entladen sind und das Magazin entfernt ist. Schusswaffen und Munition dürfen während des Transports nicht zugriffsbereit sein. Um Fehleinschätzungen bei Mitbürgern oder Polizeieinsatzkräften zu vermeiden, sind die Gegenstände in einem verschlossenen Behältnis, wie z.B. Koffer o.ä. zu transportieren. Die Fahrt zur Waffenbehörde oder Polizeidienststelle und das damit verbundene Führen von Waffen und Munition sind durch die Amnestieregelung ebenfalls abgedeckt, so dass es dafür keiner besonderen Genehmigung bedarf. Eine vorherige Kontaktaufnahme zur Waffenbehörde oder Polizeidienststelle wird empfohlen (Erreichbarkeiten siehe unten). Alle abgegebenen Gegenstände werden durch die Behörden der kontrollierten Vernichtung zugeführt.

Sichere Waffenaufbewahrung

Für alle, die nach dem Stichtag 06.07.2017 erstmalig die sichere Aufbewahrung ihrer Schusswaffen in Privatbesitz sicherstellen müssen, gelten erhöhte Sicherheitsanforderungen an den aufzustellenden Waffenschrank, da die Behältnisse der Sicherheitsstufe A und B nach VDMA 24992 (Stand Mai 1995) nicht mehr ausreichen.

Es dürfen aufbewahrt werden in einem

  • Sicherheitsbehältnis nach DIN/EN1143-1, Widerstandsgrad 0 (unter 200 kg):

            Unbegrenzte Anzahl von Langwaffen, insgesamt bis zu fünf Kurzwaffen und Munition

  • Sicherheitsbehältnis nach DIN/EN1143-1, Widerstandsgrad 0 (über 200 kg):

Unbegrenzte Anzahl von Langwaffen, insgesamt bis zu zehn Kurzwaffen und Munition

  • Sicherheitsbehältnis nach DIN/EN1143-1, Widerstandsgrad 1:

Unbegrenzte Anzahl von Lang- und Kurzwaffen und Munition

Stadt Holzminden

Ordnungsamt

Neue Str. 15

37603 Holzminden

Tel.05531 959 236

05531 959 239

Polizeikommissariat Holzminden

Allersheimer Str. 2

37603 Holzminden

Tel. 05531 958 0

Um Veröffentlichung zum nächstmöglichen Zeitpunkt wird gebeten.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag


Augustin

Kategorie: Buergerservice